Ensemble Aventure

Anfang 1986 in Freiburg gegründet, zählt das Ensemble Aventure zu den ältesten und bedeutendsten Ensembles für neue Musik in Europa. Mit seiner renommierten Freiburger Konzertreihe, seinen intensiven Kontakten zu KomponistInnen weltweit, zahlreichen Kompositionsaufträgen, Hunderten von Uraufführungen, internationalen Konzertauftritten, etwa 20 CDs und etlichen Projekten und Publikationen zur Vermittlung neuer Musik hat Aventure das Musikschaffen der Gegenwart maßgeblich mitgeprägt und einem breiten Publikum nahe gebracht. Gründungsmotiv und Grundanliegen des fünfzehnköpfigen, in verschiedenen Besetzungen spielenden Ensemble Aventure ist es, Avantgarde zu verbinden mit der Tradition, der sie entspringt, scheinbar Bekanntes neu zu beleuchten, Vergessenes und Verdrängtes wieder zu entdecken, radikal Neues zu fördern und dies in sinnstiftenden, Epochen und Kulturen übergreifenden Programmen zu vereinen.

Das Repertoire des Ensembles erstreckt sich von der Zweiten Wiener Schule und der amerikanischen Avantgarde über Dada, Fluxus, Konzeptkunst, kritischem Komponieren und der Avantgarde Darmstädter Provenienz bis zu etlichen Werken jüngerer Komponistinnen und Komponisten. Besondere Schwerpunkte bilden die Werke politisch verfolgter und verdrängter Komponisten, zu deren Wiederentdeckung Aventure maßgeblich beigetragen hat, und die Auseinandersetzung mit nichteuropäischen Kompositionswelten wie vor allem der neuen Musik in Lateinamerika, Israel und Palästina.

Der von Aventure 2001 bis 2005 dreimal ausgelobte Internationale Elisabeth Schneider-Kompositionswettbewerb, das 2005 gegründete Festival Freiburger Frühling mit seinem offenen Werkstattcharakter und eine weit gefächerte Vermittlungsarbeit in Schulen, Musikschulen und Hochschulen (1. Preis beim Wettbewerb „Kinder des Olymp“ mit dem Cage-Projekt „Sculptures Musicales“ bei den Donaueschinger Musiktagen 2005 in Kooperation u.a. mit der Klangbaustelle Waldshut) weisen das Ensemble Aventure als Formation mit einem profilierten künstlerischen und pädagogischen Vermittlungsansatz aus, der auch die Mitwirkung des Ensembles im Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes Netzwerk Neue Musik MehrKlang Freiburg 2008-2011 geprägt hat.
Preise der Europäischen Wirtschaft, der Ernst-von-Siemens-Stiftung und der Deutschen Schallplattenkritik belegen die hohe künstlerische Qualität und den vielgestaltigen Wirkungsradius des Ensembles, das institutionell von der Stadt Freiburg und vom Land Baden-Württemberg / Regierungspräsidium Freiburg gefördert wird und im Gewölbekeller der Elisabeth Schneider Stiftung seinen durch einzigartiges Mäzenatentum zur Verfügung gestellten Proben- und Konzertort besitzt.